Ich bin dann mal kurz weg…

Meine Lieben!

Mein Alltag ist wie die Fahrt auf dem Snowboard. Es kann die Sonne scheinen und der Pulverschnee lässt Sprünge zu, es kann aber auch Eis regnen, es gibt Orkanböen oder man gerät in eine Lawine.

Ich bin – im übertragenen Sinn – schon in manche Lawine geraten und hab dank meiner Ausrüstung (dank euch) immer einen Ausweg an die Sonne gefunden.

Gerade befinde ich mich wieder in einer Lawine. Ich werde den Ausweg finden, aber brauche eine Pause, da irgendwas gebrochen ist.

Die letzten Wochen haben eindrücklich gezeigt, was gewisse Leute auf mich projizieren.

Ich will mich und meine Familie vor einer Retraumatisierung schützen. Das Bundesgericht schiebt einen formellen Grund vor, um sich nicht mit dem Thema der Intimsphärenverletzung durch das Tamedia-Buch befassen zu müssen. So ist es – nach akribischer Analyse – tatsächlich. Wir haben in der Bundesgerichtsbeschwerde auf insgesamt 6 (!) Seiten argumentiert, was eine spekulative Publikation von M. Binswanger / Tamedia mit mir und v.a. auch mit meiner Familie machen würde und teils jetzt schon macht. Man hat endlich abgeschlossen, auch mithilfe einer Bewältigungstherapie, dann wird das innerste Trauma aus monetären und sensationsgierigen Gründen ungefragt einfach wieder aufgerissen. Es ist, als ob das Bundesgericht die Beschwerde nicht gelesen hätte indem sie behaupten, wir hätten uns nicht dazu geäussert.

Es ist für uns ganz klar, dass wir das nicht so stehenlassen können und werden.

Was jetzt gerade noch alles passiert, ist enorm und kaum auszuhalten: es werden Teile meiner(!) Spitalakten mit intimsten Details meiner medizinischen Untersuchung von damals erneut herumgereicht. Woher die kommen? Markus Dormann, der Anwalt von M. H., hat sie 2015 ins Internet gestellt, über Twitter veröffentlicht. Meine Krankenhausakten. Ratet, welche Tagesanzeiger-Autorin diesen Tweet damals retweetet hat. Diese intimsten medizinischen Akten werden jetzt wieder verlinkt, wurden auf dem hässigen Altherren-Blog Zackdumm und auf mehreren Profilen, auch auf jenem eines SVP-Gemeinderats oder jenem einer selbsternannten «Expertin Opferschutz Petra Hartmann» verlinkt. Es ist nicht in Ordnung und schon gar nicht rechtens, dies zu tun. Dazu wird gegrölt. Falsch interpretiert, spekuliert, verhöhnt. Es ist so widerlich und echt schwer auszuhalten.

Trollaccounts schiessen wie Pilze aus dem Boden. Sie verlinken jene Medienartikel, für welche die Verantwortlichen Rügen kassiert und verurteilt wurden. Ich kam die letzten Tage kaum mit Blockieren dieser bösartigen Erscheinungen nach.

Gerichtsakten leaken, werden von der befangenen Tamedia-Buchautorin an Stalker weitergeleitet. Stalker, vor welchen mit die Polizei bereits schützen musste. Und immer wieder die mehrfach gerichtlich widerlegte, aber von Michele Binswanger kolportierte Behauptung Lüge), ich würde M.H. falschbeschuldigen. Warum nur besteht die Tamedia-Autorin dermassen auf diese Behauptung? Weil es wohl der zentrale Inhalt ihres Buches sein wird, dabei ist alles ein einziges Ablenkungsmanöver. Die einzigen, welche Schuld an etwas tragen und deswegen bereits verurteilt sind, sind gewisse Medien.

Es ist zuviel, überall zu intervenieren, zu korrigieren, richtigzustellen.

Und hab mir gedacht: woher nehme ich jetzt die Kraft, weiterzumachen?

Ich komme an einen Punkt, an welchem ich noch nie war.
Ich muss eine Pause einlegen.

Zu viel steht auf dem Spiel. Wenn ich jetzt die Lawine nicht unbeschadet überstehe, war alles vergebens. Ich werde diese Prozesse zu Ende führen, bis wir eine bessere Situation für Opfer von Mediengewalt haben. Ich will das. Wollte ich vor allem Ruhe und Geld, hätte ich alles längst in einem Vergleich erledigt.
Aber ich will, dass sich meine Geschichte nie mehr wiederholt. Ich halte es aus.

Deshalb mache ich nun ein paar Wochen, vielleicht Monate, Social Media-Pause, reagiere nicht mehr auf Angriffe.
Die einen mögen sich jetzt freuen, feiert ruhig ein Bisschen. Auch ihr bei Tamedia, trinkt ein Bier aufs Canceln von Jolanda und überlegt euch, wie ihr meiner Familie und mir den grösstmöglichen psychischen Schaden antun könnt.

Ich fokussiere mich nun aufs Wesentliche, meine wichtige Arbeit für NetzCourage (es ist noch nicht sicher, ob wir das Jahr überstehen, auch dies haben wir Tamedia zu verdanken https://www.republik.ch/2021/08/06/die-zerstoerungs-maschine), meine Familie, die Prozesse. Ich werde meinen Fokus wieder finden.

Ich lass nun der aufgeblasenen, aufgeheizten und aggressiven Stimmung etwas Luft ab. Wie bei einem Luftballon, welcher zu platzen droht.

Und dann bin ich wieder da.

Ihr wisst, wie ihr mich für Dringendes erreichen könnt (jolanda (at) netzcourage (punkt) ch) und solltet ihr das Bedürfnis haben, mich und meine Arbeit zu stärken, dürft ihr dies von Herzen gern tun (die Beiträge sind steuerlich abziehbar):

NetzCouragehttps://netzcourage.payrexx.com/de/

Beitrag zur Deckung der Prozesskosten gegen Ringier und Tamedia: https://fairmedia.payrexx.com/de/pay?cid=77a897c4…

Ich danke euch, dass ihr da seid & die Stellung haltet.

Bis bald, j

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